Das Weltengeschehen, Nachhaltigkeit und der Weckruf unserer Seele

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Das Weltengeschehen, Nachhaltigkeit und der Weckruf unserer Seele

Praxis für Klang und Seelenarbeit
Veröffentlicht von Nirdosha S. Giese in Spiritualität · 9 Februar 2020
Tags: SpiritualitätZeitenwende
Eine Hand hält die Erde


Das Weltgeschehen berührt uns – ob wir wollen oder nicht.

Klimaveränderungen, Krisen, Unsicherheit: Viele Menschen spüren, dass sich etwas Grundlegend wandelt.

Auch in meinen Kursen taucht dieses Thema immer wieder auf. Es bewegt, verunsichert, öffnet Fragen. Und so möchte ich einige Gedanken und Impulse teilen, die vielleicht eine andere Perspektive eröffnen.

Spiritualität und Nachhaltigkeit
Wenn wir einen spirituellen Weg gehen, verändert sich oft ganz von selbst auch unser Lebensstil. Wir werden achtsamer – mit uns selbst, mit anderen und mit der Welt, in der wir leben.

Nachhaltigkeit ist dabei nicht nur ein äußeres Konzept, sondern Ausdruck eines inneren Bewusstseins. Ein Bewusstsein, das erkennt: Wir sind nicht getrennt von der Natur – wir sind Teil von ihr.

Und so beginnt Veränderung immer bei uns selbst.

Eine Hand hält Erde mit einem kleinen Pflanzensprössling

Im spirituellen Verständnis sind wir eingebunden in ein großes Ganzes. Im Schamanismus wird oft vom Netz des Lebens gesprochen, im Trika heißt es: „Alles ist Shiva.“

Wenn alles miteinander verbunden ist, dann wirkt jede Form von Heilung in uns auch in das Ganze hinein.

Eine Frage, die dabei immer wieder auftaucht:

Wenn alles eins ist – ist dann nicht auch Umweltverschmutzung ein Teil davon?

Ja – und gleichzeitig führt die Erfahrung dieser Einheit ganz natürlich zu einem anderen Handeln.

Wenn ich erkenne, dass ich nicht getrennt bin, entsteht daraus der Impuls, mir selbst – und damit auch der Welt – keinen Schaden zuzufügen.

Bewusstsein im Alltag – die drei Qualitäten
In der spirituellen Lehre werden drei grundlegende Qualitäten beschrieben, die allem zugrunde liegen:

  • Sattva – Klarheit, Harmonie, Licht
  • Rajas – Aktivität, Bewegung, Veränderung
  • Tamas – Trägheit, Schwere, Auflösung



Diese Qualitäten begegnen uns überall – in unseren Gedanken, unserem Verhalten und auch in unserer Nahrung.

Viele Menschen auf einem spirituellen Weg entscheiden sich bewusst für Dinge, die klärend und nährend wirken. Nicht aus Zwang, sondern weil es sich stimmiger anfühlt.


Und ähnlich ist es auch im Umgang mit der Erde:
Ein nachhaltiger Lebensstil entsteht nicht aus Druck oder Angst, sondern aus einem inneren Empfinden von Verbundenheit.

Die Heilung des Herzens
In einem privaten Heilkreis wurde über Frage kontempliert
Was ist es, was es jetzt braucht, für die Heilung der Erde?

Die Antwort war schlicht und kraftvoll:
„Heilung der Herzen. Die Herzen der Menschen sollten schmelzen.“

Dies deckt sich mit mit einer Botschaft eines Ältesten und Heilerschamanen aus Grönland:
„Es geht in unserer Zeit um einen Geistigen Klimawandel. Das schwierigste dabei ist, das Eis um die Herzen der Menschen zum Schmelzen zu bringen. Aber das ist jetzt die Aufgabe!“

Das ist eine sehr schöne Botschaft. In unserer Kultur ist gerade der Herzbereich häufig mit einem eisernen Ring belegt – geprägt durch Erfahrungen, Glaubenssätze, mentalen Konzepten.

Doch darunter liegt etwas sehr Klares und Lebendiges: die Kraft des Herzens.

Und genau hier beginnt Veränderung.

Nicht im Kampf gegen etwas – sondern im Öffnen für etwas.

Denn:
Heilung beginnt immer in dir.

Und von dort aus wirkt sie in die Welt.

Verantwortung statt Ohnmacht
Es gibt viele Theorien darüber, warum sich unser Klima verändert.

Doch unabhängig davon bleibt eine entscheidende Frage:
Wie möchte ich leben?
Was ist mein Beitrag?
Was entspricht wirklich meinem inneren Empfinden?

Vielleicht bedeutet das, Gewohnheiten zu hinterfragen.

Vielleicht auch, neue Wege zu gehen – jenseits von Bequemlichkeit.

Und gleichzeitig geht es nicht darum, gegen etwas zu kämpfen.

Ein Satz, der mir dazu einmal im Alltag begegnet ist, bringt es auf den Punkt:
„Nicht gegen Plastik – sondern für die Natur.“

Diese Haltung verändert alles.

Denn Widerstand bindet Energie.

Ausrichtung schenkt Klarheit.

Innerer Wandel als Schlüssel
Nachhaltigkeit beginnt nicht im Außen.

Sie beginnt in der inneren Haltung.

Wenn sich im Inneren etwas verschiebt, folgt das Außen oft ganz natürlich.

Ohne Druck. Ohne Zwang.

Dann erkennen wir vielleicht auch, dass wir vieles gar nicht brauchen.

Dass Einfachheit nicht Verzicht bedeutet, sondern Freiheit.

Und dass echte Veränderung nicht aus Angst entsteht, sondern aus Bewusstsein.


Ein Weckruf der Seele
Das, was wir gerade erleben, kann als Herausforderung erscheinen.

Aber vielleicht ist es auch etwas anderes:
Ein Weckruf.
Ein Ruf zurück in die Verbindung.
Zurück ins Fühlen.
Zurück in unser Herz.

Der Wandel beginnt nicht irgendwo da draußen.
Er beginnt in dir.
In deinem Bewusstsein.
In deinem nächsten Schritt.



Was ist dein nächster Schritt – für dich und für diese Welt?

(Dieser Beitrag wurde zuletzt am 2. April 2026 überarbeitet – Text verfeinert und neue Bilder hinzugefügt.)


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